Rotraud A. Perner (Foto: Felicitas Matern)
Halt! Gewalt!

Briefe gegen Gewalt

21-06-2018

Soldatinnen

Spätestens seit den ideologischen Kämpfen um das Atomkraftwerk Zwentendorf ist in Österreich deutlich geworden, wie man die eigene Position durch Wissenschaftler verstärken kann: Man muss nur suchen, wessen Ansichten zu den eigenen passen und dann muss man diese Person medial als Experten „vermarkten“. Das geht umso leichter, je extremer deren Ansichten sind und sich skandalisieren lassen. Das gelingt am leichtesten, wenn man unterschwellig alte Ängste vor Benachteiligung und Ungerechtigkeit anspricht – und genau die sind es, die meist bereits unbewusst die Themenwahl bedingen. Was mit einem selbst nichts zu tun hat, interessiert einen nicht (besonders). Mir sagte einmal einer meiner psychotherapeutischen Ausbildner, niemand wähle einen Helferberuf, der nicht mindestens einen leidenden Elternteil hatte und unbewusst hoffe, dessen „Geheimnis“ zu verstehen, vielleicht auch zu beseitigen. Ich ergänze mit meiner heutigen Erfahrung aus über 40 Jahren Beratung und Therapie: nicht allein das Leiden einer wichtigen Bezugsperson, sondern vor allem auch eigenes […]

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Anfragen zum Thema Gewalt

Gewalt geht uns alle an – im Doppelsinn des Wortes.
Immer wieder werden wir damit konfrontiert, oder wir werden zu Opfern – und manchmal auch zu Tätern. Aber wie anders handeln als wiederum nur mit Gewalt?
Friedfertigkeit ist eine Fertigkeit – und die kann man lernen – und weitergeben.

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Sexuelle Reformation | Rotraud A. PernerRotraud A. Perner

Sexuelle Reformation

Freiheit und Verantwortung

„Werte“ ordnen gesellschaftliche Verhältnisse prinzipiell – auch die geschlechtlichen.

Im Westen gelten Altes und Neues Testament als Grundlagen ethischen Verhaltens. Die Bibel spiegelt jedoch das zeitbedingte und einseitig männliche Selbstverständnis ihrer Autoren. Es „ordnet“ quantitativ und hegemonial im Interesse von möglichst viel Kämpfern, Arbeitskräften und „Heiratswaren“ für Bündnisse und Tauschgeschäfte.

Man kann aber auch Übersetzungskritisch Gottes Wort qualitativ verstehen … dann fordert Genesis 1,28 nicht zur „ehelichen“ Vermehrung, sondern zur gegenseitigen Förderung aller Männer und aller Frauen auf. Dieser quantitative Deutung wurde in 4 „Sexuellen Revolutionen“ begegnet: In der Kunst, in der neuen Sexualwissenschaft, in umfassender Gesellschaftskritik und gegenwärtig in einer Konsumfreiheit unter dem Schlagwort „Konsensethik“ – alles ist erlaubt, worauf man sich einigt. Dabei wird die Dominanz der energetisch oder manipulativ stärkeren Person außer Acht gelassen. Aufklärung tut not. Es braucht eine salutogene – auf Gesundheitsförderung – ausgerichtete Verantwortungsethik, und zwar nicht nur der einzelnen Person sondern auch der gesamten Gesellschaft.

Als christlicher Wert bedarf sexuelle Freiheit einer Reformation: Weg von der „Konsensethik“ des homo consumens, nach der alles erlaubt ist, worauf man sich geeinigt hat, hin zu einer salutogenen Verantwortungsethik, die auf Förderung bedacht ist.

„Fruchtbar“ sein (Genesis 1,28) kann nämlich nicht nur (hegemonial) quantitativ, sondern auch (egalitär) qualitativ als „einander aufbauend“ übersetzt werden. „Neosexualitäten“ (was früher Perversionen hieß) „befriedigenden“ zwar Neugier und Bedürfnis nach einem Kick zumindest einer (führenden) Person, nicht aber die ganzheitliche Gesundheit.

LIT Verlag
184 S., 19.90 EUR, 19.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-50795-2

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