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Internationale Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED)
in Kooperation mit Rotraud Perners Institut für Stressprophylaxe & Salutogenese (ISS) Ausbildung in LEBENS- UND SOZIALBERATUNG mit besonderer Spezialisierung auf Fragen der Curriculum 17
Kursbeginn: Leitung: Prof. Mag. Dr. Rotraud A. Perner und GastreferentInnen Insgesamt werden 29 Wochenendblöcke im Laufe von 35 Monaten, jeweils Fr. 18.00 – 21.00 Uhr (in Wien), Samstag 9.00 – 18.30 Uhr, Sonntag 9.00 – 13.30 Uhr (in Matzen, NÖ) angeboten, in denen neben grundlegenden Informationen und Techniken auch die neuesten sexualwissen-schaftlichen Erkenntnisse und neue Interventionsmethoden vorgestellt werden. Schwerpunkte sind dabei:
Der Abschluss des Lehrganges qualifiziert zur Erlangung der Gewerbeberechtigung als Lebens- und SozialberaterIn. Kosten: Veranstaltungsorte: Termine, Details, Anmeldung: Weitere Informationen finden Sie hier (Gamed-Homepage)
Detaillierte Beschreibung der Ausbildung ® Seit der Erstellung der Materialien zum Sexualkundeunterricht in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts, populär Sexkoffer genannt, ist es still geworden um die schulische Sexualpädagogik. Außerschulische Angebote zur Information über Sexualität, Fortpflanzung, Sexualhygiene, aber auch Beziehungsideale und –konflikte gibt es nur spärlich – im Rahmen der AIDS-Prävention; dadurch fühlen sich aber viele informationsbedürftige Menschen zu wenig angesprochen. Demgegenüber stehen Film, Fernsehen und Videos mit Darstellungen sexueller Gewalt, die bestenfalls verunsichern, schlimmstenfalls als Vorbilder geistig eingespeichert werden, und eine Plakatwerbung, die ebenfalls Sexualität verballhornt -–von den Titelstories der Zeitgeistmagazine ganz zu schweigen. All dem gegenüber steht erhöhte Nachfrage nach Einzelberatungen, Gruppenselbsterfahrung, Tages-, Wochenend- und Wochenseminaren zur kritischen Bewusstseinsbildung und Selbsthilfe gegenüber, denn die unterschiedlichen und rasch wechselnden „News“ vom Sex-Markt verunsichern und bilden zusätzlichen Sprengstoff im „Kampf der Geschlechter“. Aber auch aus den Institutionen wird immer mehr Interesse an fachspezifischen Angeboten laut: Schulen bitten um Gestaltung von Unterrichtseinheiten zur Vorbeugung von sexuellen Miss-Handlungen, Elternabende werden gewünscht, Angehörige von Sozialberufen suchen ModeratorInnen für Aus- und Fortbildungsveranstaltungen und vor allem: Supervision, wenn es um Fragen der Sexualität geht. Denn kaum jemand hat dazu Überblick, Erfahrung und methodische Routine. Um dem abzuhelfen hat Prof. Dr. Rotraud A. Perner, langjährige Gastprofessorin der Universität Klagenfurt für Sexualtherapie und Lehrbeauftragte der Universität Salzburg für Therapeutische Kommunikation sowie der Universität Wien für Gewaltprävention, bereits 1992
Diese Aus- und Fortbildung umfasst die Problembereiche, die in der beratenden wie auch psychotherapeutischen Praxis am häufigsten nachgefragt werden:
Die von der Befähigungsverordnung für das (an einen Befähigungsnachweis) gebundene Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung geforderte Gruppenselbsterfahrung und Gruppensupervision ist in die Blockseminare integriert, ebenso einige (nicht alle) Stunden in Einzelselbsterfahrung und Einzelsupervision. Damit soll die Möglichkeit gegeben werden, besonders intime Bereiche der eigenen Biographie mit einer kompetenten Vertrauensperson eigener Wahl bearbeiten zu dürfen. Anerkennung von Vorzeiten an Einzel- oder Gruppenselbsterfahrung können dabei gegebenenfalls angerechnet werden. Damit die einzelnen Blockseminare für die Aus- bzw. Fortbildung angerechnet werden können, sind sie jeweils zur Gänze zu absolvieren, da sonst der Gruppenprozess nicht in seiner Gesamtheit erfahrbar ist. Wird ein Blockseminar versäumt, besteht – ausgenommen die vier ersten Blöcke, die eine Einheit bilden – die Möglichkeit, die Inhalte in einem anderen Curriculum oder auch in der Schwesteraus- und Fortbildung in Linz nachzuholen oder, falls dies nicht möglich war, in einem Privatissimum bei den jeweiligen Vortragenden. (Der im Einzelfall eingeräumte Dispens, StudentInnen der Ausbildung zu gestatten, die Ausbildung zu verkürzen und in mehreren Curricula gleichzeitig zu studieren, hat sich nicht bewährt und wurde wieder aufgegeben.) Zwischen den einzelnen Blockseminaren geben fachlich begleitete PeerGroup Übungsrunden Gelegenheit, Beratungsgespräche im KollegInnenkreis live supervidieren zu lassen. Diese Konstruktion ermöglicht es, die TeilnehmerInnen brieflich ab dem absolvierten zweiten Blockseminar, in dem eine grundlegende Beratungstechnik vermittelt und eingeübt wurde, für Übungsgespräche mit KlientInnen und für Projekte im Bildungsbereich zu empfehlen.
Vom „Handwerkszeug“ her ist die Ausbildung methodenintegrativ konzipiert und umfasst Sichtweisen und Techniken aus
Entsprechend der Befähigungsverordnung für Lebens- und SozialberaterInnen, die als Lehrinhalt auch die Abgrenzung zu benachbarten Berufsfeldern vorsieht, werden auch Methoden der am häufigsten in Anspruch genommenen „konkurrierenden“ Dienstleistungen im breiten Feld der beratenden Berufe methodisch vorgestellt. Dazu zählt vor allem das Angebot an Energiearbeit, Mentaltrainings, Aufstellungsarbeit, aber auch Arbeit mit dem Inneren Kind, Rückführungen und logischerweise auch Tantra. Pro Blockseminar wird ein Fachbuch als „Pflichtlektüre“ vorgegeben, das nach Möglichkeit NACH dem jeweiligen Seminar zur Vertiefung durchgearbeitet werden soll. Das kann auch in Peer Groups geschehen. Vorauslesen ist nicht erwünscht, deswegen werden auch nicht mehr wie zu Beginn des Bildungsprojekts Literaturlisten ausgegeben. Wer sich unbedingt im voraus einlesen möchte, dem werden folgende Publikationen von Prof. Dr. Rotraud A. Perner empfohlen (Restexemplare bei der Autorin office@perner.info ): R. A. Perner, „Schuld & Unschuld – Täter und Opfer sexueller Misshandlung“, aaptos Wien 1994 R. A. Perner, „Scham macht krank – Sexualpädagogik – Sexualberatung – Sexualtherapie“, aaptos Wien 1997 R. A. Perner, „Sexualität in Österreich – Eine Inventur“, aaptos Wien 1999 R. A. Perner, „Schaff‘ Dir einen Friedensgeist – Gewaltprävention im Alltag“, aaptos Wien 2001 R. A. Perner, „Sein wie Gott – von der Macht der Heiler: Priester, Psychotherapeuten, Politiker“ Kösel München 2002 Alexander Haide, „Stoppt die Kinderschänder!“ Verlag Kleindienst 2002 (mit einem Beitrag von R. A. Perner) R. A. Perner, „Liebe macht gesund – Salutogenese im Alltag“ aaptos 2004 R. A. Perner, „Die Hausapotheke für die Seele – Erste Hilfe von A(ngst) bis Z(orn)“, Deuticke Wien 2005
Ein Großteil der TrainerInnenschaft wird bereits durch erfahrene AbsolventInnen der Aus- und Fortbildung in Sexualberatung und -pädagogik gestellt. Andere wurden von Prof. Dr. Perner nach positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit in Beratungsstellen oder anderen Projekten auf Grund ihrer besonderen Qualifikation hinsichtlich sexueller Problemstellungen ausgewählt. In alphabetischer Reihenfolge sind dies: Brigitte Amesberger, Psychotherapeutin (Gestalttherapie), freie Praxis Wien Franz Babka , Diplomlebensberater, vormals Pastoralassistent (r. k.), AIDS-Hilfe, freie Praxis Wien Elisabeth Benda-Thaa, Psychotherapeutin, Lehrpsychotherapeutin, Supervisorin (Transaktionsanalyse), freie Praxis Wien Andrea Brentano, Diplomlebensberaterin, Körperpsychotherapeutin, Tantra - Lehrerin, freie Praxis Linz Mag. phil. Dorothea Brozek, Lebens- u. Sozialberaterin, Slawistin, vormals Bizeps, derzeit Assistenzgenossenschaft, Wien Dr. med. Britta Bürger, Gynäkologin, Diplomlebensberaterin, klin. Monitorin bei Result Cro GmbH, Beraterin bei Net-Doctors Christa Dungl, Lebens- u. Sozialberaterin, Psychotherapeutin i. A. u. S. (Transaktionsanalyse), vormals Möwe, Promethea, Interventionsstelle gegen Gewalt Wien, Suchtgiftgefängnis Wien, Geriatriezentrum am Wienerwald, derzeit Caritas Hollabrunn und freie Praxis Wien Wolfgang Ertl, Studium der Psychologie, Diplomlebensberater Dr. med. Georg Fodor, Psychiater, Psychotherapeut (Psychoanalyse, Dynamische Gruppenpsychotherapie), vormals AKH und Sonderstrafanstalt Mittersteig, freie Praxis Wien Sandra Gathmann, Studium der Psychologie, Diplomlebensberaterin Mag. rer. soc. oek. Christine Hapala, Steuerberaterin und Wirtschaftstreuhänderin, Gordon-Trainerin, Wirtschaftsmediatorin, „The Human Money Company“ Wien Peter F. Herdina, Studium Raumplanung, Psychotherapeut (System. Familientherapie), vormals Hausleiter im Verein Jugendzentren der Stadt Wien, AIDS-Hilfe Wien, derzeit Familienberatungsstelle EXUF und freie Praxis, Wien Ulrike Hifinger, Studium der Medizin, Lebens- u. Sozialberaterin, Lehrtrainerin NLP, vormals Frauengesundheitszentrum Trotula, Ambulatorium am Fleischmarkt, freie Praxis Linz Mag. phil. Gabriele Mörth, Erziehungswissenschafterin und Diplomierte psychoanalytische Sozialtherapeutin, vormals Jugendamt der Stadt Wien, Promethea, Autorin von „Schrei nach innen – Vergewaltigung und das Leben danach“, Picus Dr. phil. Manfred Pawlik, Soziologe, Pädagoge, Psychologe, Psychotherapeut (system. Familientherapie, Hypnotherapie) vormals pädagogischer Leiter der Jugendzentren der Stadt Wien, Mitarbeit an den „Ringel“-Studien gegen Gewalt, Autor mehrerer Fachbücher zu gewaltfreier Erziehung, zuletzt „Glückliche Kindheit“, Edition Sonnberg, derzeit Leitung mehrerer Familienberatungsstellen und freie Praxis in Hollabrunn, NÖ und Wien Roman A. Perner, Diplomlebensberater, NLP-Practitioner, Friedenspädagoge, system. Projektberater, vormals pädagog. Assistent, freie Praxis Matzen, NÖ Prof. Mag. Dr. iur. Rotraud A. Perner, Psychotherapeutin (Psychoanalyse, zusätzlich personzentrierter Ansatz, system. Sexualtherapie, Focusing, NLP, mehrere Jahre analyt. Psychologie), Gesundheitspsychologin, Lebens- u. Sozialberaterin (Gründungsobfrau der Berufsgruppe), Pranic Healing, Diplomerwachsenenbildnerin, Univ. Lekt., Gastprofessorin, Gerichtssachverständige, vormals Leiterin Familienberatungsstelle Favoriten, 1. und 2. Wiener Sexualberatungsstelle, Projekt- und Hausleiterin im Verein Jugendzentren der Stadt Wien („Club Bassena“), Autorin zahlreicher Fachbücher, zuletzt „Die Hausapotheke für die Seele – Erste Hilfe von A(ngst) bis Z(orn)“, Deuticke, freie Praxis in Matzen, NÖ und Wien Dr. med. Philipp Pichler, Psychiater, Psychotherapeut (Katathym – Imaginative Psychotherapie), vormals SMZ-O, Praxisgemeinschaft Dr. Schmitz, freie Praxis Wien Mag. phil. Gabriele Pröll, Erziehungswissenschafterin, Lebens- u. Sozialberaterin, Beraterin nach der Selbstheilungsmethode Wildwuchs ®, Autorin von „Das Geheimnis der Menstruation“, Goldmann Mag. art. Imre M. Remenyi, Psychotherapeut (system. Familientherapie), Lebens- u. Sozialberater, Coach, Univ. Lekt, vormals Opernsänger, freie Praxis Wien Gudrun Schmalhofer-Gerhalter, Psychotherapeutin (system. Familientherapie, Musiktherapie), Univ. Lektorin
Die Blockseminare – 1992 noch 24, nach Novellierungen der Gewerbeordnung und der darauf basierenden Befähigungsverordnung aufgestockt auf derzeit 29 – sind aufeinander aufbauend konzipiert, wo
Die ersten vier Seminare bilden eine Einheit, ebenso die zwei folgenden, danach kann es – mit Rücksicht auf Feiertage und wegen der Verfügbarkeit der TrainerInnen – innerhalb des logischen Aufbaus zu minimalen Vertauschungen kommen. 1. Jahr: 01 Sexualenergie, Entstehung, Beeinflussung, Umgang, Gewaltprävention, Grundlagen der Beratung (C. G. Jung, Rogers, Berne, Perner) 02 Psychoanalytische Entwicklungslehre, Focusing 03 Sprache der Sexualität, NLP, ILI, Gewaltverzichtende Kommunikation, PLISSIT Modell 04 Übertragung / Gegenübertragung, Abwehrformen 05 sexuelle Misshandlung von Kindern 06 Vergewaltigung, Selbstverteidigung 07 physische Gewalt, hypnotherapeutische Metaphern 08 Machtspiele, Transaktionsanalyse 09 Macht in Institutionen, strukturelle Gewalt, Mediation, Mesoziation ® 10 system. Ansatz 2. Jahr: 11 Mythen der Sexualität, Geschlechterrollen, Gender Sichtweisen 12 Schwangerschaft, Kinderwunsch, Abbruch, Verhütung 13 Sexuelle Dysfunktionen, Mentaltechniken 14 Körperarbeit 15 Psychosomatik, Aufstellungsarbeit 16 Psychiatrie 17 Eifersucht, Untreue, gestaltpädagogisches Arbeiten, Familienrecht, Scheidungsrecht 18 Sucht 19 Religion 20 Selbstheilung, Wildwuchs ® 3. Jahr: 21 Sexualerziehung, Pubertät, Arbeit mit Musik 22 Homosexualität, Transgender 23 AIDS, Verluste , Sterben 24 Behinderung, Alter, Selbstbefriedigung 25 Pornographie, Prostitution, Sex Helper 26 Perversion 27 Betriebswirtschaft, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing 28 Ethik 29 Prüfung, Abschluss
Zwecks Abschluss der Ausbildung ist sowohl ein schriftlicher wie auch mündlicher Nachweis der integrierten Kenntnisse und Fähigkeiten erforderlich. Dieser wird dadurch erbracht, dass
Nach der Befähigungsverordnung wird zur Erlangung der Gewerbeberechtigung zusätzlich zu dem Nachweis der theoretischen Ausbildung (Diplom) auch ein Nachweis über absolvierte Praktika im Ausmaß von 750 Stunden gefordert. Diese hat zu umfassen:
Möglichkeiten zur fachlichen Tätigkeit werden laufend während der Ausbildungszeit besprochen und teilweise auch vermittelt.
Erfahrungsgemäß geht die Hälfte der AbsolventInnen in Anstellungen, die andere Hälfte, die oft schon während der Ausbildung ihre Praktika absolviert, in die freie Praxis. Es gibt aber auch immer wieder StudentInnen, die die Ausbildung nur als Fortbildung betrachten (z. B. PädagogInnen aller Schuleinrichtungen oder HR-ManagerInnen) oder auch als Investition in die eigene Persönlichkeitsentwicklung. Angestellt finden wir die Diplomierten einerseits häufig in der AIDS-Hilfe sowie Vereinen, die sich um AIDS-Kranke oder andere so genannte Außenseiter der Gesellschaft wie z. B. ImmigrantInnen, Straffällige, Menschen mit besonderen Bedürfnissen und ihre Angehörigen sorgen, andererseits in Einrichtungen der Gewaltprävention, im klinischen oder pädagogischen Bereich, insbesondere in der Jugend- oder Altenarbeit. In freier Praxis kombinieren die Diplomierten oft pädagogische Angebote in der Erwachsenenbildung mit vertiefenden Einzelberatungen oder kombinieren ihren Ursprungsberuf mit ihrer beraterischen sowie auch gendersensiblen Kompetenz. Man kann sie als TrainerInnen finden, oft aber entwickeln sie eigene Projekte, gründen eigene Zentren oder Institute oder coachen ehemalige BerufskollegInnen. Die Ausbildung qualifiziert aber auch zum Supervidieren und zum Mediieren in den nicht vom Mediationsgesetz erfassten Bereichen (das sind alle nicht gerichtsnahen wie z. B. der schulische Bereich oder die klassischen Familien- oder Nachbarschaftsstreitigkeiten). Da sich ein Verzeichnis aller diplomierten SexualberaterInnen im aaptos Verlag in Ausarbeitung befindet, wird es bald möglich sein, im persönlichen Gespräch mit den AbsolventInnen der Ausbildung – die sich ja zum Teil auch in der Liste der TrainerInnen der Ausbildung wieder finden - den Erfahrungsaustausch über den Einsatz der erworbenen Qualifikationen zu pflegen. |
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