Wiener Internationale Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED)

in Kooperation mit

Akademie für Salutogenese & Mesoziation® (ASM)

 

 

 

Qualifikation in
Sexualberatung - Gewaltprävention - Genderkompetenz

entsprechend BefähigungsVO für Lebens- und Sozialberatung

 

 

 

 

Anmeldung: GAMED telefonisch (01) 688 75 07 oder office@gamed.or.at

Für NiederösterreicherInnen werden Fortbildungen durch das Land Niederösterreich gefördert.

 

Curriculum 20

Beginn 24. September 2010

Info-Abende (jeweils 19.30 Uhr)

ISS (2243 Matzen, Bahnstr. 24)
Do, 15. Juli 2010
Mi, 15. September 2010

Praxis Perner (Wien 1, Weihburggasse 16/1. Stiege/2. Stock/4a ~ bei RAP läuten)
Fr, 16. Juli 2010
Do, 16. September 2010

 

 

 

 

Leitung: Univ. Prof. Mag. Dr. Rotraud A. Perner ®

      und GastreferentInnen

 

In insgesamt 29 Wochenendblöcken (im Laufe von 3 Jahren, jeweils Freitag 18.00 – 21.00, Samstag 9.00 – 18.30, Sonntag 9.00 – 13.30 Uhr) werden neben grundlegenden Theoriekenntnissen, Methoden und Techniken auch neueste sexualwissenschaftliche Sichtweisen und Interventionsansätze vermittelt.

 

 

Schwerpunkte sind dabei:

·         Grundlagen der Gesprächsführung und Beratung

·         Beratungstechnik ILI ® nach Prof. Dr. Rotraud A. Perner

·         Gewaltprävention und Intervention, insbesondere bei Gewalt gegen Kinder, Frauen und Minderheiten; Mobbing und Stalking; Gewalt in Medien, Internetpornographie

·         Paarbeziehungen und Paarkonflikte, Paardynamik, Gruppendynamik, Mediation, Mesoziation ®

·         Sexuelle Orientierungen, Paraphilien, Pädophilie

·         Sexuelle Funktionen und Fehlfunktionen

·         Schwangerschaftsprobleme, Verhütung

·         Sexuelle Gesundheit und Gesunderhaltung, Sexualerziehung

·         Sexualität chronisch Kranker und behinderter Menschen

·         Abweichendes Sozial- und Sexualverhalten

·         Mentaltechniken

·         Körper- und Energiearbeit

·         Weiters werden ethische, rechtliche, historische, soziale und betriebswirtschaftliche Fragen behandelt.

 

 

Der Abschluß des Lehrganges mit schriftlicher Arbeit und mündlicher Prüfung und Verleihung des Diploms qualifiziert zur Erlangung der Gewerbeberechtigung als Lebens- und SozialberaterIn.

 

 

Kosten: monatlich € 298,- (inkl. Mwst) 35mal per Dauerauftrag (inkl. Anmelde- und Prüfungsgebühr)

Kautionszahlung (bei Kursbeginn) in Höhe einer Monatsrate (wird bei ordnungsgemäßem Abschluß des Lehrgangs als letzte Monatsrate gebucht).

 

 

Veranstaltungsorte: Freitags in Wien, Samstag und Sonntag in der Akademie für Salutogenese & Mesoziation® in  Matzen (bei Gänserndorf), NÖ

 

 

Termine, Details, Anmeldung: Sekretariat der Akademie für Ganzheitsmedizin

                                             A – 1140 Wien, Sanatoriumstraße 2

                                             Tel. +43/1/688 75 07 0, Fax +43/1/688 75 07 15

                                             e-mail: office@gamed.or.at, website: www.gamed.or.at

 
 
Detaillierte Beschreibung der Fortbildung ®

(Stand: Curriculum 18 / September  2008):

 

Die Ausgangssituation

Die Inhalte

Die Methoden

Die TrainerInnen

Die einzelnen Blockseminare

Der Abschluß der Fortbildung

Die fachliche Tätigkeit

Praxisfelder

 

 

Die Ausgangssituation

 

Seit der Erstellung der Materialien zum Sexualkundeunterricht in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts, populär Sexkoffer genannt, ist es still geworden um die schulische Sexualpädagogik.

 

Außerschulische Angebote zur Information über Sexualität, Fortpflanzung, Sexualhygiene, aber auch Beziehungsideale und –konflikte gibt es nur spärlich – im Rahmen der AIDS-Prävention; dadurch fühlen sich aber viele informationsbedürftige Menschen zu wenig angesprochen.

 

Demgegenüber stehen Film, Fernsehen und Videos mit Darstellungen sexueller Gewalt, die bestenfalls verunsichern, schlimmstenfalls als Vorbilder geistig eingespeichert werden, und eine Plakatwerbung, die ebenfalls Sexualität verballhornt -–von den Titelstories der Zeitgeistmagazine ganz zu schweigen.

 

All dem gegenüber steht erhöhte Nachfrage nach Einzelberatungen, Gruppenselbsterfahrung, Tages-, Wochenend- und Wochenseminaren zur kritischen Bewußtseinsbildung und Selbsthilfe gegenüber, denn die unterschiedlichen und rasch wechselnden „News“ vom Sex-Markt verunsichern und bilden zusätzlichen Sprengstoff im „Kampf der Geschlechter“.

 

Aber auch aus den Institutionen wird immer mehr Interesse an fachspezifischen Angeboten laut: Schulen bitten um Gestaltung von Unterrichtseinheiten zur Vorbeugung von sexuellen Miß-Handlungen, Elternabende werden gewünscht, Angehörige von Sozialberufen suchen ModeratorInnen für Fortbildungsveranstaltungen und vor allem: Supervision, wenn es um Fragen der Sexualität geht. Denn kaum jemand hat dazu Überblick, Erfahrung und methodische Routine.

 

Um dem abzuhelfen hat Prof. Dr. Rotraud A. Perner, langjährige Gastprofessorin der Universität Klagenfurt für Sexualtherapie und Lehrbeauftragte der Universität Salzburg für Therapeutische Kommunikation sowie der Universität Wien für Gewaltprävention, bereits 1992

·         im Rahmen der postgradualen Fortbildungen der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin, einer Gründung des ehemaligen Wiener Gesundheitsstadtrats Univ. Prof. Dr. med. Dr. h. c. Alois Stacher,

·         eine umfassende Fortbildung

·         für einschlägig vorgebildete Personen

·         aus Bildungs-, Gesundheits- und Sozialberufen bzw. Personen auch ohne solche, dafür mit besonderen Begabungen

·         konzipiert, die der Befähigungsverordnung für das gebundene Gewerbe der Lebens- und Sozialberater sowie den Richtlinien des Bildungsministeriums für ErwachsenenbildnerInnen entspricht.

 

Die Inhalte

 

Diese Fortbildung umfaßt die Problembereiche, die in der beratenden wie auch psychotherapeutischen Praxis am häufigsten nachgefragt werden:

 

·         die psychosexuelle Entwicklung des Kindes: was ist normal, wo besteht Interventionsbedarf?

·         sexuelle Kindesmißhandlung: wo beginnt sie? Wie begegnet man Taten wie Tätern? Welche Selbstverteidigung ist möglich?

·         Sexualphysiologie und – psychopathologie: welche Verhaltensweisen sind nur schlechtes Benehmen, welche krankheitswertig? Wie schützt man sich, wie grenzt man sich ab?

·         Geburtenregelung, Schwangerschaftskonflikte, Sterilisation, verstümmelnde Operationen

·         Unerfüllter Kinderwunsch

·         Sexuelle Orientierung z. B. Homosexualität

·         Abweichendes Sexualverhalten, insbesondere Internetpornographie

·         Paarkonflikte z. B. Untreue, Eifersucht, Suchtverhalten, Gewalt

·         Informationsbedarf an Familienrecht oder Sexualstrafrecht z. B. bei Vergewaltigung in der Ehe, Stalking

·         Sexualität behinderter Kinder oder Erwachsener

·         Sexualität in den verschiedenen Lebensaltern, Wechseljahre, Alter

·         Sexualität bei schockierenden medizinischen Diagnosen (Krisenintervention)

·         Spirituelle Sexualität: wie stehen die Religionen dazu? Welche Konflikte können sich daraus ergeben?

·         Sexualität in Institutionen z. B. Schulen, Spitälern, Gefängnis, Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen

·         Fragen der Ethik z. B. in der Arbeitswelt, sexuelle Belästigung (Mobbing) am Arbeitsplatz: wo beginnt sie? Wie stellt man sie ab? Oder: im religiösen Kontext. Oder: bei Kenntnis von Straftaten etc.

·         Zugang zur Selbstprogrammierung und Selbstheilung (Mentaltechniken)

·         Abgrenzung zu „Geschwisterberufen“: Heilkunde, Psychotherapie, Schamanismus, Alternativheilmethoden

 

Die von der Befähigungsverordnung für das (an einen Befähigungsnachweis) gebundene Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung geforderte Gruppenselbsterfahrung und Gruppensupervision ist in die Blockseminare integriert, ebenso einige (nicht alle) Stunden in Einzelselbsterfahrung und Einzelsupervision.  Damit soll die Möglichkeit gegeben werden, besonders intime Bereiche der eigenen Biographie mit einer kompetenten Vertrauensperson eigener Wahl bearbeiten zu dürfen. Anerkennung von Vorzeiten an Einzel- oder Gruppenselbsterfahrung können dabei gegebenenfalls angerechnet werden.

 

Damit die einzelnen Blockseminare für die Fortbildung angerechnet werden können, sind sie jeweils zur Gänze zu absolvieren, da sonst der Gruppenprozeß nicht in seiner Gesamtheit erfahrbar ist.

 

Wird ein Blockseminar versäumt, besteht – ausgenommen die vier ersten Blöcke, die eine Einheit bilden – die Möglichkeit, die Inhalte in einem anderen Curriculum oder auch in der Schwester-Fortbildung in Linz nachzuholen oder, falls dies nicht möglich war, in einem Privatissimum bei den jeweiligen Vortragenden. (Der im Einzelfall eingeräumte Dispens, StudentInnen der Fortbildung zu gestatten, die Fortbildung zu verkürzen und in mehreren Curricula gleichzeitig zu studieren, hat sich nicht bewährt und wurde wieder aufgegeben.)

 

Zwischen den einzelnen Blockseminaren geben fachlich begleitete Peer Group Übungsrunden Gelegenheit, Beratungsgespräche im KollegInnenkreis live supervidieren zu lassen.

 

Diese Konstruktion ermöglicht es, die TeilnehmerInnen brieflich ab dem absolvierten zweiten Blockseminar, in dem eine grundlegende Beratungstechnik vermittelt und eingeübt wurde,  für Übungsgespräche mit KlientInnen und für Projekte im Bildungsbereich zu empfehlen.

 

 

Die Methoden

 

 

Vom „Handwerkszeug“ her ist die Fortbildung methodenintegrativ konzipiert und umfaßt Sichtweisen und Techniken aus

 

·         Psychoanalyse nach S. Freud, I. Caruso, A. Gruen, T. Bauriedl

·         Analytischer Psychologie nach C. G. Jung,

·         Personzentrierter Beratung bzw. Gesprächspsychotherapie nach C. Rogers

·         Focusing nach E. Gendlin in der Fassung A. Wild-Missong

·         Transaktionsanalyse nach E. Berne, C. Steiner

·         Gestaltpädagogik bzw. –beratung nach F. Perls

·         Arbeit mit Systemen, Frage- und Interventionstechniken (inkl. Aufstellungsarbeit) aus der Systemischen Paar- und Familienberatungs bzw. –therapie nach L. Reiter, V. Middendorp

·         Hypnotherapie nach M. Erickson

·         NLP

·         Gruppenarbeit / Gruppendynamik / TZI nach R. Cohn sowie Psychoanalytischer Sozialtherapie nach H. Picker

·         Körperarbeit nach W. Reich, A. Lowen, G. Boyesen

·         Energiearbeit nach Choa Kok Sui

·         Intuitiv- linguistische Integrationsmethode ® von R. A. Perner ®

·         Mesoziation ®, die Weiterentwicklung von Mediation von R. A. Perner ®

·         Darüber hinaus werden Unterrichtseinheiten der Kalkulation, Buchhaltung und Betriebsführung, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing sowie dem Familien-, Straf- und Berufsrecht gewidmet.

 

Entsprechend der Befähigungsverordnung für Lebens- und SozialberaterInnen, die als Lehrinhalt auch die Abgrenzung zu benachbarten Berufsfeldern vorsieht, werden auch Methoden der am häufigsten in Anspruch genommenen „konkurrierenden“ Dienstleistungen im breiten Feld der beratenden Berufe methodisch vorgestellt. Dazu zählt vor allem das Angebot an Energiearbeit, Mentaltrainings, Aufstellungsarbeit, aber auch Arbeit mit dem Inneren Kind, Rückführungen und logischerweise auch Tantra.

 

Pro Blockseminar wird ein Fachbuch als „Pflichtlektüre“ vorgegeben, das nach Möglichkeit NACH dem jeweiligen Seminar zur Vertiefung durchgearbeitet werden soll. Das kann auch in Peer Groups geschehen. Vorauslesen ist nicht erwünscht, deswegen werden auch nicht mehr wie zu Beginn des Bildungsprojekts Literaturlisten ausgegeben.

 

 

Wer sich unbedingt im Voraus einlesen möchte, dem werden folgende Publikationen von Prof. Dr. Rotraud A. Perner empfohlen (Restexemplare bei der Autorin office@perner.info):

 

R. A. Perner, „Schuld & Unschuld – Täter und Opfer sexueller Mißhandlung“, aaptos Wien 1994

R. A. Perner, „Ungeduld des Leibes. Die Zeitrhythmen der Liebe“, Orac Wien 1994

Alexander Haide, „Stoppt die Kinderschänder!“ Verlag Kleindienst 2002 Wien (mit einem Beitrag von R. A. Perner)

R. A. Perner, „Die Hausapotheke für die Seele – Erste Hilfe von A(ngst) bis Z(orn)“, Deuticke Wien 2005

R. A, Perner, „Die Wahrheit wird euch frei machen- Sexuelle Gewalt im kirchlichen Bereich … und anderswo. Prävention – Behandlung – Heilung“, Gezeiten Verlag Wien 2006

R. A. Perner, „Heute schon geliebt? Sexualität & Salutogenese“, aaptos 2007

R. A. Perner, „Darüber spricht man nicht – Tabus in der Familie“, Kösel München 2008

 

 

Die TrainerInnen

 

Ein Großteil der TrainerInnenschaft wird bereits durch erfahrene AbsolventInnen der Fortbildung in Sexualberatung und -pädagogik gestellt. Andere wurden von Prof. Dr. Perner nach positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit in Beratungsstellen oder anderen Projekten auf Grund ihrer besonderen Qualifikation hinsichtlich sexueller Problemstellungen ausgewählt.

 

In alphabetischer Reihenfolge sind dies:

 

 

Brigitte Amesberger, Psychotherapeutin (Gestalttherapie), freie Praxis Wien

 

Franz Babka, Diplomlebensberater, vormals Pastoralassistent (r. k.), AIDS-Hilfe, freie Praxis

Wien

 

Elisabeth Benda – Thaa, Psychotherapeutin, Lehrpsychotherapeutin, Supervisorin

(Transaktionsanalyse), freie Praxis Wien

 

Andrea Brentano, Diplomlebensberaterin, Körperpsychotherapeutin, Tantra - Lehrerin, freie

Praxis Linz

 

Mag. phil. Dorothea Brozek, Lebens- u. Sozialberaterin, Slawistin, vormals Bizeps, derzeit

Assistenzgenossenschaft, Wien

 

Dr. med. Britta Bürger, Gynäkologin, Diplomlebensberaterin, klin. Monitorin bei Result Cro

Gmbh, Beraterin bei Net-Doctors

 

Christa Dungl, Lebens- u. Sozialberaterin, Psychotherapeutin i. A. u. S.

(Transaktionsanalyse), vormals Möwe, Promethea, Interventionsstelle gegen Gewalt Wien, Suchtgiftgefängnis Wien, Geriatriezentrum am Wienerwald, derzeit Caritas Hollabrunn und freie Praxis Wien

 

Mag. Wolfgang Ertl, Psychologe, Diplomlebensberater

 

Dr. med. Georg Fodor, Psychiater, Psychotherapeut (Psychoanalyse, Dynamische

Gruppenpsychotherapie), vormals AKH und Sonderstrafanastalt Mittersteig, freie Praxis Wien

 

Mag. Sandra Gathmann, Psychologin, Diplomlebensberaterin

 

Mag. rer. soc. oek. Christine Hapala, Steuerberaterin und Wirtschaftstreuhänderin, Gordon-

Trainerin, Wirtschaftsmediatorin, „The Human Money Company“ Wien

 

Peter F. Herdina, Studium Raumplanung, Psychotherapeut (System. Familientherapie),

vormals Hausleiter im Verein Jugendzentren der Stadt Wien, AIDS-Hilfe Wien, derzeit Familienberatungsstelle EXUF und freie Praxis, Wien

 

Mag. (FH) Ulrike Hifinger, Gesundheitsmanagerin, Studium der Medizin, Lebens- u.

Sozialberaterin, Lehrtrainerin NLP, vormals Frauengesundheitszentrum Trotula, Ambulatorium am Fleischmarkt, freie Praxis Linz

 

Mag. phil. Gabriele Mörth, Erziehungswissenschafterin und Diplomierte psychoanalytische

Sozialtherapeutin, vormals Jugendamt der Stadt Wien, Promethea, Autorin von „Schrei nach innen – Vergewaltigung und das Leben danach“, Picus

 

Dr. phil. Manfred Pawlik, Soziologe, Pädagoge, Psychologe, Psychotherapeut (system.

Familientherapie, Hypnotherapie) vormals pädagogischer Leiter der Jugendzentren der Stadt Wien, Mitarbeit an den „Ringel“-Studien gegen Gewalt, Autor mehrerer Fachbücher zu gewaltfreier Erziehung, zuletzt „Glückliche Kindheit“, Edition Sonnberg, derzeit Leitung mehrerer Familienberatungsstellen und freie Praxis in Hollabrunn, NÖ und Wien

 

Roman A. Perner, Diplomlebensberater, NLP-Practitioner, Friedenspädagoge, system

Projektberater, vormals pädagog. Assistent, freie Praxis Matzen, NÖ

 

Prof. Mag. Dr. iur. Rotraud A. Perner, Psychotherapeutin (Psychoanalyse, zusätzlich

personzentrierter Ansatz, system Sexualtherapie, Focusing, NLP, mehrere Jahre Analyt. Psychologie), Gesundheitspsychologin, Lebens- u. Sozialberaterin (Gründungsobfrau der Berufsgruppe), Pranic Healing, Diplomerwachsenenbildnerin, Univ. Prof., Gerichtssachverständige, i. R., vormals Leiterin Familienberatungsstelle Favoriten, 1. und 2. Wiener Sexualberatungsstelle, Projekt- und Hausleiterin im Verein Jugendzentren der Stadt Wien („Club Bassena“), Autorin zahlreicher Fachbücher, zuletzt „Darüber spricht man nicht – Tabus in der Familie“, Kösel München 2008,  freie Praxis in Matzen, NÖ und Wien

 

Dr. med. Philipp Pichler, Psychiater, Psychotherapeut (Katathym – Imaginative

Psychotherapie), vormals SMZ-O, Praxisgemeinschaft Dr. Schmitz, freie Praxis Wien

 

Mag. phil. Gabriele Pröll, Erziehungswissenschafterin, Lebens- u. Sozialberaterin, Beraterin

nach der Selbstheilungsmethode Wildwuchs ®, Autorin von „Das Geheimnis der Menstruation“, Goldmann

 

Mag. art. Imre M. Remenyi, Psychotherapeut (system. Familientherapie), Lebens- u.

Sozialberater, Coach, Univ. Lekt, vormals Opernsänger, freie Praxis Wien

 

Gudrun Schmalhofer – Gerhalter, Psychotherapeutin (system. Familientherapie,

Musiktherapie), Univ. Lektorin

 

Mag. Wolfgang Wilhelm, MAS, Kommunikationswissenschafter, Diplommediator,

Diplomsupervisor, Univ. Lekt., Antidiskriminierungsbeauftragter der Gemeinde

Wien, vormals AIDS-Hilfe, Autor von „Coaching Gender“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die einzelnen Blockseminare

 

 

Die Blockseminare – 1992 noch 24, nach Novellierungen der Gewerbeordnung und der darauf basierenden Befähigungsverordnung aufgestockt auf derzeit 29 – sind aufeinander aufbauend konzipiert, wobei

 

·         das erste Jahr der individuellen Sexualität,

·         das zweite Jahr der Paardynamik und

·         das dritte Jahr dem gesellschaftlichen Umgang mit Sexualität gewidmet ist.

 

Die ersten vier Seminare bilden eine Einheit, ebenso die zwei folgenden, danach kann es – mit Rücksicht auf Feiertage und wegen der Verfügbarkeit der TrainerInnen – innerhalb des logischen Aufbaus zu minimalen Vertauschungen kommen.

 

1. Jahr:

 

01 Sexualenergie, Entstehung, Beeinflussung, Umgang, Gewaltprävention

     Grundlagen der Beratung (C. G. Jung, Rogers, Berne, Perner)

02 Psychoanalytische Entwicklungslehre, Focusing

03 Sprachen der Sexualität, NLP, ILI

     gewaltverzichtende Kommunikation

     PLISSIT Modell

04 Übertragung / Gegenübertragung, Abwehrformen

 

05 sexuelle Misshandlungen von Kindern

06 Vergewaltigung

     Selbstverteidigung

07 physische Gewalt, hypnotherapeutische Metaphern

08 Machtspiele, Transaktionsanalyse

09 Macht in Institutionen, strukturelle Gewalt

     Mediation,  Mesoziation ®

 

2. Jahr:

 

10 system. Ansatz

11 Mythen der Sexualität

     Geschlechterrollen, Gender Sichtweisen

12 Schwangerschaft, Kinderwunsch, Abbruch

     Verhütung

13 Religion

14 Sexuelle Dysfunktionen

     Mentaltechniken

 

15 Eifersucht, Untreue

     Familienrecht, Scheidungsrecht

16  Körperarbeit

17 Psychosomatik

     Aufstellungsarbeit

18 Psychiatrie

19 Sucht

 

 

 

 

3. Jahr:

 

20 Sexualerziehung, Pubertät

     Arbeit mit Musik

21 Homosexualität, Transgender

22 AIDS, Verluste , Sterben

23 Behinderung, Alter

     Selbstbefriedigung

24 Pornographie, Prostitution, Sex Helper

 

25 Perversion

26 Selbstheilung

     Wildwuchs ®

27 Betriebswirtschaft

     Öffentlichkeitsarbeit, Marketing

28 Ethik

 

28 Prüfung

     Abschluß

 

 

Der Abschluß der Fortbildung

 

Zwecks Abschluß der Fortbildung ist sowohl ein schriftlicher wie auch mündlicher Nachweis der integrierten Kenntnisse und Fähigkeiten erforderlich. Dieser wird dadurch erbracht, dass

 

·         jedes Blockseminar von einem/r StudentIn protokolliert wird. Diese Protokolle dienen zusätzlich zur vertieften Reflexion des Erarbeiteten einerseits der Einübung in Dokumentation (und Verschwiegenheit), andererseits der Information der einzelnen GastdozentInnen über bereits vermittelte Inhalte. Zu Ende der Fortbildung stehen diese Protokolle den TeilnehmerInnen der Fortbilung als Gedächtnisstütze zur Verfügung.

 

·         eine schriftliche Arbeit zu einem Thema eigener Wahl (Biographisches, Fallstudien, Reflexionen, Rezensionen...) verfaßt wird, aus der aber der Bezug zur Fortbildung hervorgehen soll. Diese Arbeit sollte vor dem 27. Blockseminar bei der Fortbildungsleitung abgegeben werden.

 

·         Bis vor dem zitierten 27. Blockseminar sollten die Fortbildungsinhalte komplettiert sein; ist das aus welchen Gründen auch immer nicht möglich, ist dies  mit der Fortbildungsleitung durchzusprechen und eine Alternative zu erarbeiten.

 

·         eine mündliche Prüfung absolviert wird. Inhalt und Form dieser Prüfung sind bereits in mindestens einem der Blockseminare enthalten und dort eingeübt.

 

·         Zusätzlich wird die Fortbildung reflektiert – sowohl in der Gruppe als auch im Einzelgespräch mit der Fortbildungsleitung. (Solche Einzelgespräche finden auch während der Fortbildung regelmäßig statt und werden mindestens ein Blockseminar vorher angekündigt).

 

·         Letztlich Voraussetzung für den Abschluß ist die Bezahlung sämtlicher Kursgebühren. Sollten dabei Schwierigkeiten auftauchen, ist dies mit dem Büro der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin zu besprechen und eine Alternativlösung zu erarbeiten.

 

 

Die fachliche Tätigkeit

 

Nach der Befähigungsverordnung wird zur Erlangung der Gewerbeberechtigung zusätzlich zu dem Nachweis der theoretischen Fortbildung (Diplom) auch ein Nachweis über absolvierte Praktika im Ausmaß von 750 Stunden gefordert.

 

Diese hat zu umfassen:

 

·         mindestens 100 protokollierte Beratungseinheiten (darunter mindestens 5 Erstgesprächsprotokolle und Prozeßprotokolle über zwei abgeschlossene Beratungen)

 

·         mindestens 100 nachgewiesene Supervisionseinheiten (Einzel- und Gruppensupervision), davon mindestens 10 Einzelsupervisionseinheiten

 

·         um auf die Gesamtstundenzahl zu kommen, kann der Nachweis weiterer fachlicher Tätigkeit erbracht werden durch

 

·         fachliche Beratungstätigkeit in einschlägigen Praxen oder Institutionen,

 

·         Teilnahme an Gruppen beruflich einschlägig tätiger Personen (Prozeßreflexion, Vertiefung der Lehrinhalte, Diskussion über Literatur, Übungen) im Ausmaß von höchstens 100 Stunden (dazu zählen auch die erwähnten Peergroups),

 

·         Leitung oder fachliche Assistenz bei themenspezifischen Seminare im Ausmaß von höchstens 100 Stunden und

 

·         Anfertigung von Protokollen über Beratungstätigkeit im Ausmaß von höchstens 50 Stunden.

 

Möglichkeiten zur fachlichen Tätigkeit werden laufend während der Fortbildungszeit angeregt, besprochen, supervidiert und teilweise auch vermittelt.

 

Ab dem zweiten Blockseminar sollen die erlernten Methoden bereits an ÜbungsklientInnen erprobt und im Rahmen der Fortbildung supervidiert werden. Dies soll auch die Scheu des Zugangs zu einer freiberuflichen Erwerbstätigkeit abbauen und ebenso die Vernetzung im psychosozialen Arbeitsbereich aufbauen und stärken.

 

Viele der FortbildungsteilnehmerInnen eröffnen daher schon während der Fortbildungszeit Praxen (mit dem Hinweis „i. F. u. S.“, das bedeutet „in Fortbildung unter Supervision“) oder werden auf Grund der Sonderqualifikation in einschlägigen Institutionen angestellt. (Besonders nachgefragt wird Mitarbeit im AIDS-Fürsorgebereich, in der Arbeit mit behinderten Menschen oder in der Caritas.)

 

 

Praxisfelder

 

Erfahrungsgemäß geht die Hälfte der AbsolventInnen in Anstellungen, die andere Hälfte, die oft schon während der Fortbildung ihre Praktika absolviert, in die freie Praxis. Es gibt aber auch immer wieder StudentInnen, die die Fortbildung als Investition in die eigene Persönlichkeitsentwicklung.betrachten

 

Angestellt finden wir die Diplomierten einerseits häufig  in der AIDS-Hilfe sowie Vereinen, die sich um AIDS-Kranke oder andere sogenannte Außenseiter der Gesellschaft wie z. B. ImmigrantInnen, Straffällige, Menschen mit besonderen Bedürfnissen und ihre Angehörigen sorgen, andererseits in Einrichtungen der Gewaltprävention, im klinischen oder pädagogischen Bereich, insbesondere in der Jugend- oder Altenarbeit.

 

Viele AbsolventInnen arbeiten auch in Beratungsstellen. Manche setzen auch einen Schwerpunkt in der medienpädagogischen Arbeit.

 

In freier Praxis kombinieren die Diplomierten oft pädagogische Angebote in der Erwachsenenbildung mit vertiefenden Einzelberatungen oder kombinieren ihren Ursprungsberuf mit ihrer beraterischen sowie auch gendersensiblen Kompetenz. Man kann sie als TrainerInnen finden, oft aber entwickeln sie eigene Projekte, gründen eigene Zentren oder Institute oder coachen ehemalige BerufskollegInnen.

 

Die Fortbildung qualifiziert aber auch zum Supervidieren und zum Mediieren in den nicht vom ZivilrechtsMediationsGesetz erfassten Bereichen (das sind alle nicht gerichtsnahen Problemfelder wie z. B. der schulische Bereich oder die klassischen Familien- oder Nachbarschaftsstreitigkeiten).

 

Da sich ein Verzeichnis aller diplomierten SexualberaterInnen im aaptos Verlag in Ausarbeitung befindet, wird es bald möglich sein, im persönlichen Gespräch mit den AbsolventInnen der Fortbildung – die sich ja zum Teil auch in der Liste der TrainerInnen der Fortbildung wiederfinden - den Erfahrungsaustausch über den Einsatz der erworbenen Qualifikationen zu pflegen.