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War
das Zwanzigste Jahrhundert wirklich das Jahrhundert der "Sexuellen Befreiung"?
War vor der sexuellen Revolution 1968 und dem Siegeszug der "Pille"
Sexualität nur in der Ehe und nur zum Zweck der Fortpflanzung denkbar?
Oder herrschte Doppelmoral – offiziell Idealisierung von Mütterfrauen
und Heldenmännern, verborgen Verachtung, Diskriminierung und Ausbeutung
aller Menschen, die diesen Vorbildern nicht entsprechen? Gilt noch immer
offiziell Selbstzucht, inoffiziell "Unzucht" – sprich: alles, was nicht
zur Fortpflanzung führt? Und scheint es heute nicht oft geradezu umgekehrt? Welche Kräfte bestimmen diese gelehrten und indoktrinierten Mythen der Sexualität? Wer setzt fest, was erlaubt, was verboten ist? Wer engagiert sich wofür? Die sozialhistorische Studie "Sexualität in Österreich. Eine Inventur" gibt Überblick, Hintergrundinformationen und Motivenberichte. Und sie beläßt der Leserschaft ihre eigene Antwort. |
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Studien über Sexualität wählen üblicherweise den Blick unter die Bettdecke
– sammeln, was Befragte über ihr Sexualleben mehr oder weniger wahrheitsgemäß
"angeben". Dem stellt die Psychoanalytikerin und Juristin Rotraud A.
Perner, 1. Vorsitzende der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung
(ÖGS), den Blickwinkel einer emanzipatorischen Sozialforschung gegenüber:
Welche Kräfte in der Gesellschaft versuchen die Rahmenbestimmungen festzulegen,
unter deren Sexualität überhaupt gelebt werden kann. Dazu bietet die Befragung namhafter – auch gegensätzlich positionierter – Fachleute aus Politik und Kultur, aus Wissenschaft und Praxis erstmals auch Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt von Menschen, denen die Darstellung und Verbesserung der "sexuellen Lage" in Österreich Anliegen ist: Dennis BECK * Elisabeth BENDA-THAA * Renate BERTLMANN * Theresia HAIDLMAYR * Irmtraut KARLSSON * Peter Paul KASPAR * Andreas KHOL * Rosemarie KURZ * Andreas LAUN * Roxane LEGENSTEIN * Kurt LOEWlT * Julius MENDE * Roland MIKLAU * Helene PARTIK-PABLE * Manfred PAWLIK * Elisabeth PIESCH * Alfred PRITZ · Karin RICK * Waltraud RIEGLER * Helmuth SCHATTOVITS * Heide SCHMIDT * Lotte TOBISCH- LABOTYN * Johannes WAHALA * Beate WlMMER-PUCHINGER |
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| Inhaltsverzeichnis | |
| 1. Die Verwaltung
der Sexualität in Österreich im 20. Jahrhundert Wie es zu dieser Bestandsaufnahme kam Wie es zur Auswahl der Interview- partnerlnnen kam Wie es zur Konzeption des Interview- leitfadens kam 2. Inventur Österreichbeitrag zur
Internationalen |
Karin RICK, Autorin Lotte TOBISCH-LABOTYN, Schauspielerin, Kulturmanagerin Aus der Politik Theresia HAIDLMAYR, Die Grünen Irmtraut RARLSSON, SPÖ Andreas KHOL, ÖVP Roland MIKLAU, Sektionschef im Justizministerium Helene PARTIK-PABLÉ, FPÖ Heide SCHMIDT, LIF Aus der Praxis Dennis BECK, Fonds Gesundes Österreich, vorher Aids-Hilfe Wien Elisabeth BENDA-THAA, Transaktionsanalytische Psychotherapeutin Rosemarie KURZ, Gesellschaft für Altersstudien Manfred PAWLIK, Beratungsstelle für gewaltfreie Er- und Beziehung Elisabeth PIESCH, Forum TransGender Waltraud RIEGLER, Homosexuelle Initiative Wien 4. Publizistische Bearbeitungen Was sich in österreichischen
Universitäten und Bibliotheken zum Thema findet |
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| © 1999 AAPTOS-VERLAG 1100
Wien, Laxenburger Straße 13; Coverentwurf: Maria MALCOCI; Lektorat:
Mag. Sigrid SCHAMALL ISBN 3-901–499-05-8 |