Perner Publikationen

 

Feindbild Lehrer?

5. Symposium
Institut für Stressprophylaxe & Salutogenese

 

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Früher gab es ein oder zwei Störenfriede in den Klassen, zeigen PflichtschullehreInnen auf, heute sind es die Hälfte oder gar zwei Drittel der Schülerschaft. Und: Das sprachliche Klima verroht – auch gegenüber den Lehrkräften, und viele Eltern greifen genau so zu verbalen Attacken, um ihre Wünsche hinsichtlich des Schulerfolgs ihrer Kinder durchzusetzen.

In einer empirischen Erhebung und zahlreichen Workshops zur dialogischen Erforschung der Formen von Gewalt im schulischen Alltag jenseits der Raufereien unter Schülern konnte festgestellt werden, dass nicht nur die Qualität von Gewalt, sondern auch deren Quantität zugenommen hat. Die Schüler von heute sind nicht mehr die Schüler von gestern – sie spielen vielfach das Verhalten von Dschungelkämpfern nach. Darauf müssen sich aber nicht nur Lehrkräfte einstellen und Eltern, sondern auch alle anderen, die mit ihrem verhalten Vorbild und Korrektiv sein können.

Gewalt in der Schule wird üblicherweise als Rauferei innerhalb der Schülerschaft verstanden; kommen Messer zum Einsatz oder werden andere Waffen in die Schule mitgenommen, werden gar Lehrkräfte attackiert, reagiert die Öffentlichkeit entsetzt und ruft nach Erziehungscamps und Straflagern. Damit wird aber ein Klima der Gewalt weiterverstärkt.

Anhand einer Studie mit Lehrkräften aber auch Eltern wurde 2008 vom Institut für Stressprophylaxe & Salutogenese (ISS) unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Rotraud A. Perner der umgekehrte Blickwinkel angelegt: wie sehen Erwachsene sich selbst im Umfeld zunehmender Gewalt? Und welchen Einfluss haben audiovisuelle Medien?

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Rotraud A. Perner (Hg.)
Feindbild Lehrer?
aaptos Verlag / Wien 2009
160 Seiten / 13,20 €
ISBN; 978-3-901499-15-9


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