"Idole" erschienen in: Eine Woche Elvis-Gedenken – eine Woche Dokumentationen, alte Filme, Konzerte … und viele, viele Lookalikes, in Mexiko, in Indien, in der Türkei ... „Impersonatoren“. Ein neues Wort. Elvis-Imitationen ist leichter verständlich. Aber warum werden manche dieser Pop-Ikonen nachgeahmt, andere nicht? Am unerwartet frühen Tod liegt es wohl nicht – denn Marilyn Monroe, Romy Schneider, James Dean wurden schon zu Lebzeiten imitiert. Bei Falco weiß ich es nicht so genau … Liegt es vielleicht doch an der perfekten PR-Maschinerie der großen Film- und Musikanstalten? Aber die hat sich auch um hochgejubelte Nachfolge-Stars bemüht und war dennoch nicht erfolgreich. „Neue“ Romy Schneiders werden uns ja fast jährlich präsentiert – und Astrologen haben mir versichert, jede Frau, die ebenso eine starke Venus-Merkur-Betonung im Horoskop hat, sieht ihr ähnlich. Bei Elvis Presley, so sagten sie mir, sähe man ganz stark den Mond im Gesicht – und auch sein Kampf gegen Übergewicht deute darauf hin: zunehmen, abnehmen … und bei jemand, der ein Mondgesicht habe, merke man deutlich, wann er bzw. sie „anziehend“ sei und wann nicht, und das hänge auch mit der Ernährung zusammen … Mag sein. Ich denke da viel naturwissenschaftlicher: Wenn man auch nur ein bisschen Erfahrung hat, merkt man, ob jemand „vergiftet“ ist oder nicht, und da ist es ziemlich egal, ob der Diätfehler von zu viel Salz, Fleisch, Zucker, Alkohol oder anderen Drogen herrührt. Elvis Presley, der jahrelang Schlaftabletten und Aufputschpillen konsumierte, war ein vehementer Drogen-Gegner – denn seine Medikation erkannte er nicht als ebensolche Drogen, weil sie ihm ja von Ärzten verschrieben worden waren … Bei ihm hieß offenbar nur Droge, was illegal war – und so ist es ja vielfach auch bei uns in Österreich… Es ist wohl das Verbotene, das Schlimme, das pfui-teuflisch Sexuelle, dass die zitierten Männern und auch MM aus der Masse anderer durchaus gleich hübscher, begabter und teilweise auch aggressiv promoteter Künstler hervorgehoben hat (und bei Romy Schneider der Stilbruch, dass man ihr das Grenzüberschreitende nicht angesehen hat – wie sehr sie es auch in manchen Filmrollen dargestellt hat): In den 1950er und 60er Jahren war es tabu, sein Becken zu bewegen, verführerisch dreinzuschauen oder lasziv zu lächeln. Da waren Elvis und Marilyn Pioniere. Und ein bis zum Nabel offenes Hemd war nur in Piratenfilmen tolerabel – nicht aber bei einem jungen Mann mit Cowboyhut. Heute regt das niemand mehr auf – aber als Mann im strassbesetzten Glitzersuit aufzutreten (und das nicht in Las Vegas, sondern daheim, in Fürstenfeld oder sonst wo) – das ist noch immer was ganz besonderes. Das muss man(n) sich erst trauen. Da kann Paris Hilton unten ohne nicht mithalten. |