Wald erschienen in: Wälder haben tiefe symbolische Bedeutung: in vielen Märchen müssen Held oder Heldin durch einen Zauberwald: da greifen die Bäume nach einem aus (wie auch im „Herrn der Ringe“), oder es wohnen gefährliche Bestien darin (wie auch bei „Harry Potter“), Hexen (wenn auch nur als Warngestalt wie im „Blair Witch Project“), Kobolde, Trollen, Feen sowieso oder gar Menschenfresser ... aber auch Wegelagerer, gute wie Robin Hoods Gesellen oder böse wie die Gefolgschaft des Sheriffs von Nottingham oder oder oder ... der Phantasie waren da keine Grenzen gesetzt, wenn es darum ging, Kinder davon abzuhalten, sich im dichten Gestrüpp zu verlaufen. Im großen arabisch-ägyptischen Traumbuch aus dem Verlag Gustav Swoboda & Bruder (ohne Jahresangabe, dafür aber mit dem Hinweis „unter Zugrundelegung alter Quellen nach den Traumbüchern (Oneirocritica) des Artemidoros Daldianos und Achmet F. Serim, Hoftraumdeuter des Kalifen Al-Manum) finden sich unter dem Stichwort „Wald“ folgende erleuchtende Anmerkungen (und gleich dazu die passenden Lottozahlen): brennen sehen: Trauer; 17 „No na!“ werden sich jetzt wohl viele denken, und wenn sie nicht gewohnt sind, kritisch zu beobachten, wird ihnen das benachbarte Auftreten der gleichlautenden Lottozahlempfehlung für mal Negatives mal Positives gar nicht auffallen. Ich halte mich – vorerst einmal abgesehen von klassischen psychoanalytischen Deutungsmethoden – da lieber an unsere landläufigen Sprichwörter wie „vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen“. Auch bei den alltäglichen Deutungsversuchen bleiben viele bei den „Bäumen“ – den lexikalisch aufgelisteten „Bedeutungen“ siehe Traumbuch – hängen statt den Blick zu erweitern und den „Wald“ zu erspüren. Kleinkrämerei hilft nicht, Symbole zu entschlüsseln – man braucht Überblick, so wie beim Autofahren, wo man auch in den ersten Fahrstunden den „Panoramablick“ einüben muss, mit dem man nicht nur fokussiert auf einen Blickpunkt starrt, sondern weitwinkelig das Gesichtsfeld nach möglichst vielen Richtungen erweitert. Das Symbol des Waldes umfasst genau so viele Ausrichtungen, und um diese zu „erspüren“ hilft es, sich der damit verbundenen eigenen Gefühle bewusst zu werden: ist es Sehnsucht nach Kühle, Abstand und damit Besinnung im Gegensatz zu Hektik, Dichte und gedankenlosem Hetzen? Oder ist es ein Gefühl von Geborgenheit, Schutz, Sicherheit? Oder im Gegenteil von Gefahr? Kontrollverlust? Verlassenheit? Oder tauchen Assoziationen von hilfreichen Tieren auf? Oder kann man durch die Flucht in ein undurchdringliches Waldgestrüpp näherkommende Verfolger abschütteln? Wir müssen nicht auf nächtliche Traumgebilde – die
einerseits unsere unbewältigten „Tagesreste“ widerspiegeln,
andererseits aber auch oft eine Art Wunscherfüllung – warten!
Tagträumen bringt das gleiche Ergebnis, den tieferen Sinn unserer
ungezielten Denktätigkeit zu enttarnen. Viele psychotherapeutische
Schulen bedienen sich daher derartiger Tagtraumtechniken, ob sie
nun „freie Assoziation“ heißen, „Imagination“ oder „Amplifikation“, „Katathymes
Bilderleben“ oder auch nur „Visualisierung“ – ja
sogar die sogenannten „Rückführungen“ sind
nichts anderes, als geistige Bilder, die wir selbst aus unserer Seelentiefe
hervor holen. Nur die ewigen Sexisten betrachten „Wald“ nur
als Verschlüsselung für eine dicht behaarte Vagina (und
haben natürlich weder Sehnsucht noch Angst – logo!). |