Rotraud A. Perner (Foto: Felicitas Matern)

Sexuelle Reformation | Rotraud A. PernerRotraud A. Perner

Sexuelle Reformation

Freiheit und Verantwortung

„Werte“ ordnen gesellschaftliche Verhältnisse prinzipiell – auch die geschlechtlichen.

Im Westen gelten Altes und Neues Testament als Grundlagen ethischen Verhaltens. Die Bibel spiegelt jedoch das zeitbedingte und einseitig männliche Selbstverständnis ihrer Autoren. Es „ordnet“ quantitativ und hegemonial im Interesse von möglichst viel Kämpfern, Arbeitskräften und „Heiratswaren“ für Bündnisse und Tauschgeschäfte.

Man kann aber auch Übersetzungskritisch Gottes Wort qualitativ verstehen … dann fordert Genesis 1,28 nicht zur „ehelichen“ Vermehrung, sondern zur gegenseitigen Förderung aller Männer und aller Frauen auf. Dieser quantitative Deutung wurde in 4 „Sexuellen Revolutionen“ begegnet: In der Kunst, in der neuen Sexualwissenschaft, in umfassender Gesellschaftskritik und gegenwärtig in einer Konsumfreiheit unter dem Schlagwort „Konsensethik“ – alles ist erlaubt, worauf man sich einigt. Dabei wird die Dominanz der energetisch oder manipulativ stärkeren Person außer Acht gelassen. Aufklärung tut not. Es braucht eine salutogene – auf Gesundheitsförderung – ausgerichtete Verantwortungsethik, und zwar nicht nur der einzelnen Person sondern auch der gesamten Gesellschaft.

Als christlicher Wert bedarf sexuelle Freiheit einer Reformation: Weg von der „Konsensethik“ des homo consumens, nach der alles erlaubt ist, worauf man sich geeinigt hat, hin zu einer salutogenen Verantwortungsethik, die auf Förderung bedacht ist.

„Fruchtbar“ sein (Genesis 1,28) kann nämlich nicht nur (hegemonial) quantitativ, sondern auch (egalitär) qualitativ als „einander aufbauend“ übersetzt werden. „Neosexualitäten“ (was früher Perversionen hieß) „befriedigenden“ zwar Neugier und Bedürfnis nach einem Kick zumindest einer (führenden) Person, nicht aber die ganzheitliche Gesundheit.

LIT Verlag
184 S., 19.90 EUR, 19.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-50795-2

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Rotraud A. Perner & Roman A. Perner | Heilkraft HumorRotraud A. Perner | Roman A. Perner

Heilkraft Humor

Ein Beitrag zu Gewaltprävention und Salutogenese

Humor hilft, den Stil zu gestalten, mit dem wir die Wechselspiele des Lebens bewältigen wollen.

Unsere Gefühle, Einstellungen und Gewohnheiten können wir nämlich selbst steuern – vorausgesetzt wir wissen, wie unsere Denkmuster entstehen und wie man sie verändern kann.

Denn alles, was wir „können”, haben wir an Vorbildern oder durch Experimente gelernt. Wir haben Wahrnehmungs- und Handlungsnervenzellen gebildet.

Die beiden erfahrenen Kommunikationstrainer Perner & Perner zeigen, wie wir unser Repertoire laufend mit Humor erweitern oder verkümmern lassen.

aaptos Verlag
ISBN: 978-3-901499-40-1

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Halt! Gewalt!

Anfragen zum Thema Gewalt

Gewalt geht uns alle an – im Doppelsinn des Wortes.
Immer wieder werden wir damit konfrontiert, oder wir werden zu Opfern – und manchmal auch zu Tätern. Aber wie anders handeln als wiederum nur mit Gewalt?
Friedfertigkeit ist eine Fertigkeit – und die kann man lernen – und weitergeben.

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Briefe gegen Gewalt

www.haltgewalt.at/briefe-gegen-gewalt/

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Der aktuelle Brief gegen Gewalt:

„Sesselkleber“

SP-Bezirksrat Götz Schrage will nach seinem sexistischen Ausritt (s. mein „Brief“ 102) sein Mandat nicht zurücklegen — und entziehen könne man es ihm nicht, heißt es in orf-online von heute (29. 5.) Nachmittag. Das wundert mich: Als ich Bezirksrätin der SPÖ war (1973–1987) mussten wir alle sobald wir gewählt waren eine Blanko-Mandatsverzichts-Erklärung unterschreiben …  aber damals bekamen wir auch keine Entlohnung (irgendwas um 500 Euro monatlich soll das heute sein) Das war genau für solche Fälle gedacht. In jeder „Firma“ dürfen Mitarbeiter bei firmenschädigendem Verhalten gekündigt bzw. fristlos entlassen werden, und das finde ich auch richtig: Wenn sich jemand nicht an die „Spielregeln“ hält/halten will, muss man ihm Zeit zur Besinnung geben. Das Mindeste wäre also, Schrages Mandatarschaft auf Zeit auszusetzen und ihm Auflagen zu geben. Vielleicht ein Anti-Gewalt-Training in der Männerberatungsstelle im 10. Wiener Gemeindebezirk  […]

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Die TaoFrau

Salutogene Informationen und Denkanstöße für ein neues Frauenbild 66 plus

Mutig in die neuen Zeiten …?

Ecclesia semper reformanda. Dieser Grundsatz (Augustinus von Hippo zugeschrieben, tatsächlich aber im Calvinismus verortet) wird üblicherweise mit „Die Kirche ist immer zu reformieren“ übersetzt. Ecclesia heißt aber eigentlich „Versammlung“ (im Sinne von aus ihren Häusern Herausgerufenen).

Aus systemtherapeutischer Sicht deutet dieser Erneuerungsaufruf auf die Notwendigkeit regelmäßiger Überprüfung, ob Regeln und Gewohnheiten noch funktional sind.

In der systemischen Familientherapie wird etwa das stolze Wort einer Mutter „Ich habe mein Kind noch nie allein gelassen!“ sofort mit der Frage nach dem Alter des Kindes beantwortet: Was für ein Baby im ersten Lebensjahr ein (unerreichbares, denn Mutter muss ja auch mal auf die Toilette) hohes Ideal skizziert, erweist sich ein paar Jahre später bereits als massive Behinderung der Selbstentwicklung des Nachwuchses.

Die Frage, die sich immer stellt und stellen sollte, lautet also:
Was ist das jeweils konkrete Ziel und danach, mit welchen Methoden kann man es erreichen.

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